[ruhrjug] Gleich mit zwei Themen im Gepäck kam Oliver Gierke am 14. Juli zur ruhrjug: dem Persistenz-Framework Hades, sowie dem Web-Entwicklungs-Werkzeug Roo. Beide sind eng mit Spring verflochten, der Firma, bei der Oliver seit einiger Zeit arbeitet.
Hades
Hades ist ein Persistenz-Tool, das auf JPA und Spring aufsetzt. Es ist als Open-Source-Projekt im Web unter
http://redmine.synyx.org/projects/show/hades
zu finden, und wurde von Oliver selbst initiiert. Die Persistierung von Objekten gehört ja nun nicht gerade zu den Lieblingsaufgaben des Software-Entwicklers, und natürlich gibt es bereits eine ganze Reihe von Frameworks zu diesem Thema, nicht zu vergessendie Java Persistence API.
Olivers Vortrag bestand im wesentlichen aus einer einzigen Demo, wie denn eine "Standard-Implementierung" eines DAOs durch eine mit Hilfe von Hades ersetzt wird. Der resultierende Code ist wesentlich kürzer und übersichtlicher; die üblichen CRUD-Operationen werden zu Einzeilern. Die eigentliche Implementierung der Persistierung wird durch das Spring-Framework konfiguriert, wobei die meisten Einstellungen obsolet sind, solange man sich an Standards hält ("Convention over Configuration").
Natürlich lassen sich Datenbank-Operationen nicht ansprechend visualisieren, aber anhand der vorhandenen Unit-Tests konnte man sich überzeugen, dass das Refactoring funktionierte.

Der zweite Vortrag stellte das Web-Entwicklungs-Werkzeug SpringRoo vor, das die bekannten Features von Rails bzw. Grails komplett in die Java-Welt transportieren möchte. Insbesondere wegen des Scaffolding über die Kommandozeile sind ja bereist viele Java-Jünger von der wahren Lehre abgewichen... Dies ist mit SpringRoo nun ebenfalls möglich, daüber hinaus ist eine komplette Integration in die Eclipse-Umgebung verfügbar. Mit Hilfe des AspectJ-Compilers werden dabei viele Funktionalitäten wie Bean-Eigenschaften und Persistenz in eigene Klassen aus dem Modell in andere Klassen ausgelagert; alles gesteuert durch Roo-Annotations. Über MAven wird dann das fertige Projektgebaut, und es entsteht eine einfache Web-Anwendung, die nun angepasst werden kann. Natürlich beginnt hier wie bei anderen Frameworks die Arbeit erst...
Geplant für die nächste Version ist die Anbindung an GWT, was sich schon einmal interessant anhört. Wer übrigens irgendwann einmal bereut, sein Projekt über SpringRoo aufgesetzt zu haben: Durch automatisches Refactoring lässt sich die AsprectJ-Natur komplett entfernen.
Wer mit SpringRoo anfangen will, findet alles dazu unter http://www.springsource.org/roo.
Danach...
blieben einige noch bei den Resten des Sandwichbuffets zu Gesprächen beisammen.
Wer den Vortrag verpasst hat oder nochmal nachlesen möchte: Bald findet man hier die Videos zur Veranstaltung...
Vielen Dank an das Linuxhotel und die Firma SOPTIM AG aus Aachen und Essen, die mit ihrem Sponsoring den Abend möglich gemacht haben.
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